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Tapeziertipps

Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung wird Tapezieren zum Kinderspiel:

 

 

1. Vorbereitung

Der Untergrund muss trocken, tragfähig, gleichmäßig saugfähig, sauber, farblich einheitlich und glatt sein. Entfernen Sie alte Wandbekleidungen und wasserlösliche Anstriche und spachteln Sie Löcher und Risse. Besonders saugfähige Untergründe müssen mit Tapeziergrund vorgestrichen werden.

Während der Verarbeitung und Trocknung der Tapeten muss starkes Heizen und Zugluft vermieden werden. Die optimale Arbeitstemperatur liegt zwischen 18-25 °C.

Kontrollieren Sie zur Sicherheit vorab die Batchnummern der Rollen. An der Batchnummer erkennen Sie, in welcher Druckserie Ihre Tapete hergestellt wurde. Wenn Sie für eine Wand mehrere Rollen benötigen, können Sie am besten Rollen aus derselben Druckserie verwenden, um eventuelle Farbunterschiede zu vermeiden. 

 Vorbereitung

 

2. Senkrechte Linie für die erste Bahn ziehen

 

Die Tapete wird nicht einfach in einer Ecke angesetzt, da keine Wand wirklich 100%ig gerade ist. Vielmehr wird mit der Wasserwaage für die erste Bahn ein vertikaler Strich gezogen, an den die erste Tapetenbahn angelegt wird. Wenn die Tapete 53 cm breit ist, dann wird der Strich ungefähr bei 50 cm von der gegenüberliegenden Ecke angesetzt. Am besten fangen Sie in der Nähe von einem Fenster an, denn die die Faustregel beim Tapezieren besagt: Immer vom Licht weg arbeiten und in der dunkelsten Zimmerecke enden.

 Senkrechte Linie für die erste Bahn ziehen

 

3. Einkleistern

 

Um Vliestapeten zu tapezieren, brauchen Sie einen Kleister, der speziell für diese Tapetenart geeignet ist. Rühren Sie den Kleister für Vliestapeten nach Angaben des Herstellers an. Sie können Vliestapeten direkt von der Rolle an die Wand bringen und Sie benötigen daher keinen Tapeziertisch.

 

Falls gewünscht, können Sie die Rollen jedoch auch vorab in passende Bahnen scheiden. Bei einfarbigen und den meisten Streifentapeten haben Sie dabei keinen Musterversatz oder Rapport zu beachten und benötigen Sie pro Bahn: Raumhöhe + 10 cm Zugabe. Bei Tapeten mit einem versetzten Ansatz oder einem geraden Ansatz benötigen Sie pro Bahn: Raumhöhe + Rapport + 10 cm Zugabe.

 

Nun wird die Wand bahnweise (Bahnbreite + 15 cm) mit der Kleisterrolle gleichmäßig eingekleistert. Beginnend mit dem Pinsel, mit dem die Ränder und Kanten leichter und sauberer eingekleistert werden können. Die restliche Fläche wird mit der Kleisterrolle gleichmäßig gerollt.

 Wand einkleistern

 

4. Ankleben

 

Die erste Bahn wird mit 5 cm Überstand zur Decke an der markierten Vertikallinie angesetzt und nach unten abgerollt. Drücken Sie die Bahn von der Mitte aus zu den Seiten mit einer Tapezierbürste oder Gummiwalze blasenfrei an. Eventuelle Kleisterspuren müssen direkt mit einem sauberen, feuchten Lappen entfernt werden. Schneiden Sie die Tapetenüberstanden oben und unten mit einem Cuttermesser entlang der zuvor angesetzten Spachtel ab.

 Tapete ankleben

 

5. Rapport & Musterversatz

 

Kleistern Sie jetzt die Wand erneut ein und setzten Sie jetzt die nächste Bahn auf Stoß an. Vermeiden Sie dabei Bahnüberlappungen. Achten Sie bei Mustertapeten bei den folgenden Bahnen auch auf den Rapport bzw. den Musterversatz. Der Rapport bezeichnet das sich in einem gewissen Abstand wiederholende Motiv einer Tapete. Wenn eine Tapete zum Beispiel einen Rapport von 53 cm hat, bedeutet dies, dass das Motiv sich alle 53 cm wiederholt. Der Musteransatz einer Tapete gibt Auskunft über die Positionierung der einzelnen Rapporte bzw. der Tapetenbahnen nebeneinander. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

Bei einem versetzten Ansatz wird das Muster der nächsten Bahn jeweils um die Versatzangabe verschoben. Ein versetzter Ansatz wird stets unter Angabe des entsprechenden Versatzes z.B. 53/26 angeben. Die erste Ziffer bezieht sich auf die Länge des Rapports. In unserem Beispiel wiederholt sich das Muster alle 53cm. Die zweite Ziffer gibt an um wieviel cm das Muster der nächsten Tapetenbahnen nach oben oder nach unten verschoben werden soll. In unserem Beispiel sind es 26cm.

Beim Anbringen einer ansatzfreien Tapete brauchen Sie das Muster nicht zu beachten. Hier handelt es sich typischerweise um eine Unitapete oder Streifentapete.

Beim geraden Ansatz werden gleiche Muster in gleicher Höhe nebeneinander angeordnet.

* Manche Tapeten müssen gestürzt geklebt werden. In diesem Fall wird jede zweite Bahn um 180 Grad gedreht. 

 

 

 

 

                                                                            
 

 

 

 

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